NoteLog

Diese Seite ist mein NotizLog. Es hält Gedanken bei Text-, Blog-, und Manuskriptarbeit fest sowie Dinge, dir mir ganz induktiv eingefallen sind und noch keine wissenschaftliche “Bestätigung” erfahren haben. Ideen, die noch nicht zuende gedacht sind. Regeln, wie das Log aussieht, gibt es noch nicht, aber vielleicht kann Theorieentwicklung dadurch noch transparenter werden.

Wie sieht eine emotionale Badewanne aus (21.04.2018)

  • Unterscheidung von Situationen (“Logik der Situation”) auf gesellschaftlicher und individueller Ebene
  • Situationen auf gesellschaftlicher Ebene als langfristige Zustände, auf individueller Ebene als Momente
  • Verknüpfung mit Emotionen: langfristige Zustände erzeugen Stimmung, Momente erzeugen Emotionen

… Ideas in Process

 

 

Badewanne von (Gesicht eingefügt): http://www.alphaperformance.biz/2011/10/21/alpha-ressourcen-%E2%80%93-der-schlussel-zum-leistungspotenzial-teil-6-6/

Zum Ziel der Dissertation (21.04.2018)

Frage an mich selbst: Möchte ich mit der theoretischen Auseinandersetzung die These belegen, dass Emotionalität in Online-Diskussionen nicht als unvorhersehbares Phänomen zu verstehen ist, sondern einfach erklärt werden kann; oder möchte ich Wirkmechanismen entdecken, welche durch die besondere Kommunikationsform in einer spezifischen Situation entstehen?

Zur Frage: Soll man Online-Emotionen eher auf Mikro- oder Makroebene erklären? (06.04.2018)

“Mit seinem „Modell der soziologischen Erklärung“ hat Esser (1999) in Anlehnung an Coleman und Opp die wohl elaborierteste Mikrofundierungs-Theorie vorgelegt. Im Kern geht es darum:

  • Erklärungsbedürftig sind gesamtgesellschaftliche Phänomene (Makroebene).
  • Sie werden insbesondere durch individuelles Handeln in konkreten Situationen (Mikroebene) hervorgerufen.
  • Individuen verfolgen in sozialen Situationen individuelle Ziele, die sie mit den in der jeweiligen Situation gegebenen gesellschaftlichen Randbedingungen und Handlungsoptionen abgleichen müssen.
  • Das resultierende Handeln bestätigt oder modifiziert wiederum das gesellschaftliche System.

Damit geht die Erklärung von der Makroebene aus (Individuum ist mit einem Systemzustand konfrontiert), geht zur Mikroebene (Individuum interpretiert diese Situation hinsichtlich seiner Interessen bzw. Ziele und trifft eine Handlungsentscheidung) und geht dann zur Makroebene zurück (die Handlungen konstituieren und beeinfl ussen das gesellschaft liche System). Deshalb wird diese Perspektive auch als Makro-Mikro-Makro-(MMM-)Modell oder „Wannenmodell“ bezeichnet” (Früh, 2013, S.62/63).

Früh, W. (2013). Wissenschaftstheoretische Grundlagen empirischer Forschung. In W. Schweiger & A. Fahr (Hrsg.), Handbuch Medienwirkungsforschung (S. 39-66). Wiesbaden: Springer VS.

Makroebene. Ausgangssituation. Soziales Phänomen. Logik der. Logik der. Situation. Aggregation. Logik der. Selektion. Akteur. Handlung. Mikroebene. H. Esser.

Bildquelle: http://slideplayer.org/slide/4987710/

Zur Methodologie in den Sozialwissenschaften

Wozu sollte man sich mit Methodologie befassen?

“Das Tausendfüßler-Argument lautet folgendermaßen. Der Tausend füßler kann sich weiter bewegen, ohne dass er sich dessen bewusst ist, was er tut. Würde er z.B. überlegen, in welcher Reihenfolge er seine Beine bewegt, würde dies dazu führen, dass er unfähig wird, sich so fortzubewegen wie vor her. Entsprechend wird auch der Sozialwissenschaftler – so lautet das Argument – effektiver arbeiten, wenn er seine Aktivitäten nicht reflektiert, als wenn er sich mit methodologischen Analysen befasst, die ja – wie wir sahen – zunächst die Praktiken des Sozialwissenschaftlers beschreiben” (Opp, 2014, S. 19).

Opp, K.-D. (2014). Methodologie der Sozialwissenschaften. Einführung in Probleme ihrer Theorienbildung und praktischen Anwendung (7., wesentlich überarb. Aufl. 2014). Wiesbaden: Springer VS.

Theorieentwicklung (03.04.18)

Theorieentwicklung “methodisch” angehen?  Wie genau kann man planen? In Vorbereitung auf den nächsten Blogbeitrag.

Zur Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation (03.04.18)

Falsche Erwartungen der Nutzenden betreffen zwei grundlegende Rahmeneigenschaften der Kommunikation:

(1) die Vorstellung der Menschen gegenüber

(2) der Einschätzung der situativen Rahmenbedingungen.

Ursachen, warum Diskurs anders als erwartet (16.02.18)

  • Es wird erwartet, dass so kommuniziert wird wie im Alltag
  • Aber die Erwartung ist falsch, weil
    • Menschen verschiedener Milieus und verschiedenen Sprachgebrauchs sich treffen ohne es zu bemerken durch Äußerlichkeiten
    • Kontakte kommen zustande, welche normalerweise nicht zustandekommen würden
    • Bedeutung des geschriebenen Wortes ist höher als des Gesprochenen, aber das ist einem nicht präsent
    • Wahrnehmung der digitalen Welt ist anders: Betreten der digitalen Welt passiert ohne Aufwand/Vorbereitung, körperliche Veränderugen wie irgendwohin zu gehen; Kontext trifft schlagartig zu: keine Anwendung von komplexitätsreduzierenden erwartungsbildenden Vorurteilen möglich
    • Man liest einen Kommentar in einer öffentlichen Sphäre: Normalerweise zeigen Menschen in der Öffentlichkeit nicht so stark Emotionen
    • à Aber der Verfasser schreibt die Kommentare so emotional unter der Vorstellung eines falschen Publikums, unter der Vorstellung von Menschen, die ihm gleich sind, weil es jene sind, die er sich vorstellen kann
    • Auch keine Vorstellung der Möglichkeit der Hintergrundsituation (Knorr-Cetina)
    • Motive
    • Neuartige Dynamiken von Online Communities auf Basis nur einer gemeinsamen Eigenschaft

Thesen, ungeordnet (16.02.18)

  • Online-Kommentar-Kommunikation ereignet sich in einer speziellen Form von synthetischen Situationen.
  • Es ist unwahrscheinlich, dass Kommunikation über Online-Kommentarspalten zustande kommen kann.
  • Die Emotionalität in Online-Kommentarspalten sind der Situation angemessen/nicht untypisch.
  • Die Erwartungen an die Emotionalität sind falsch.
  • Die Unterschiede, die Online-Kommunikation zu Offline-Kommunikation hat, fördern Emotionalität.
  • Die Emotionalität kann in utnerschiedliche Gruppen differenziert werden: Nicht positiv und negativ, sondern affektiv und bewusst (gesucht/verbreitet)
  • Die Erwartungen sind falsch, weil man die Situation und die damit einhergehenden Gefühlsregeln noch nicht kennt.
  • Wir erwarten mit Menschen zu kommunizieren, die uns ähnlich sind bzw. mit denen wir im Alltag auch kommunizieren.
  • Zwischen den Kommunikationspartnern herrscht generell ein Missverständnis.
  • Emotionalität entsteht bei den Lesenden und bei den Schreibenden. Es gibt eine besondere Art der Emotionalität im Internet,