Projekt PhD Log

Für Theoriearbeit gibt es keine definierten Vorgehensweisen, keine Leitfäden, keine Standardisierung. Dieser Blog begleitet den Prozess der Erarbeitung eines theoretischen Modells für meine Dissertation. Er ist eine Auseinandersetzung mit fremden und eigenen Gedanken und Ideen, beschreibt Rechercheprozesse und Thesenentwicklung. Er dokumentiert Umwege, Fehlinterpretationen und Denkfehler. Der Blog soll keine Kapitel aus meinem Dissertationsschreiben vorwegnehmen, sondern kolumnenartig das Hinkommen erzählen. Er soll ein Notizbuch sein.

Der Blog verfolgt grundlegend vier große Ziele:

1 Mich persönlich fördern, fordern und weiterentwickeln

Das Schreiben soll meine Kompetenzen verbessern, mich bei der Stange halten und zur Selbstreflexion ermächtigen.

2 Andere Wissenschaftler*Innen erreichen

Mit dem Blog schaffe ich eine Plattform der öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Thema, um interessierte Wissenschaftler*Innen und allgemein alle Interessierten auch neben Tagungen und Journals zu erreichen. Ich freue mich über jedes Interesse und noch mehr über konstruktive Hinweise, Ideen und Anmerkungen aus der (Fach-)Community, die die Arbeit verbessern oder erweitern können.

3 Nicht-Wissenschaftler*Innen erreichen

Für jene, die nichts mit all dem am Hut haben, öffnet der Blog ein Fenster in die theoriegeleitete wissenschaftliche Arbeit, wie es ein solches zuvor nicht oder nur bedingt gab. Damit ist der Blog selbst als Wissenschaftskommunikation zu verstehen. Er steht für Transparenz in der wissenschaftlichen Arbeit.

4 Theoriebildung in der Kommunikationswissenschaft addressieren

Nicht nur aufgrund der Unklarheit des Vorgehens in der Theoriebildung ist „Theorie“ ein hochaktuelles Thema im Fachdiskurs. Eine Intensivierung der Theorieentwicklung ist überfällig, um sich den Herausforderungen durch Digitalisierung und Mediatisierung zu stellen. So thematisiert es ja auch das Kollektivreplik zur Zukunft der Kommunikationswissenschaft. Doch wie geht man vor? Wie entstehen neue Theorien? Meine Vorgehensweise ist individuell und nur ein Beispiel dafür, wie an wissenschaftliches Arbeiten herangetreten werden kann – oder wie es eben nicht getan werden sollte – kann aber vielleicht einen Beitrag zur Diskussion um das Thema leisten und zur Entwicklung von „Leitfäden“ beitragen.